CDU votiert für das Volumensystem

 Hausmüllabfuhr in Leopoldshöhe geht neue Wege – der Umstieg ist geschafft!

In unserer Gemeinde wird zum 01.01.2014 die Verwiegung bei der Müllabfuhr aufgegeben. Das Volumensystem, das 13 der 16 Städte und Gemeinden im Kreis Lippe praktizieren, wird dann auch wieder in Leopoldshöhe eingeführt. Die Kooperation aus CDU, Grünen und FDP stimmten geschlossen in der Fachausschusssitzung für die von der Verwaltung ausgearbeiteten Grundzüge des Volumensystems. – Der Rat hatte bereits am 18.07.2013 mit der Mehrheit der Kooperation, den Weg für den Umstieg, frei gemacht.

Warum ist der Umstieg von der Müllverwiegung hin zum Volumensystem eine richtige, gute Entscheidung für Leopoldshöhe?

  1. Müllverwiegung ist aufgrund der Zulagen, also Zusatzkosten, die erhoben werden, schlichtweg teurer. Zusätzliche Kosten berechnet der Entsorger für den Einsatz eines speziellen Fahrzeuges mit Wiegeeinrichtung. Dann verursachen die Erfassung und Aufbereitung der tonnenbezogenen Wiegedaten durch das Kommunale  Rechenzentrum und die Abwicklung durch unsere  Gemeindeverwaltung,  eben weitere Kosten. Das sind zusammen für alle Haushalte in Leopoldshöhe ca.  EUR 40000,-bis EUR 60000 zusätzliche Kosten im Jahr.
  2. Wenn das bisherige System so viel  vorteilhafter ist , wären gewiss weitere der insgesamt 16 Kommunen in Lippe längst auf Verwiegung umgestiegen. Aber keine Stadt oder Gemeinde im Kreis  ist in den über 15 Jahren  ( solange ist die Verwiegung in Leopoldshöhe ), auch zur Verwiegung gekommen.
  3. Der Gemeinde Leopoldshöhe entstehen bislang weitere Kosten, die der Müllverwiegung zuzuordnen sind. Sie gewährt auf Antrag einen Zuschuss für Windelhaushalte  ( mit Kleinkindern und Inkontinenzpatienten ),  um diesen Familien Kostenentlastung bei den  recht großen Gewichtmengen in den Grauen Tonnen zu geben.  Der ehemals fast EUR 20.000 hohe Zuschuss  wurde  mittlerweile aufgrund der engen Finanzlage im Gemeindehaushalt auf rd. EUR 10.000  gekürzt.  Dieser Zuschuss kann beim Volumensystem eingespart werden.

 Wie sehen die Eckpunkte für das Volumensystem aus, was ändert sich:

  1. Die Gemeindeverwaltung wird bei der Umstellung auf das Volumensystem sehr differenziert verschiedene Tonnengrößen, also Gefäße mit 40l, 60l, 80l, 120l und 240l,  anbieten und dementsprechend die Gebührenkalkulation staffeln. Es wird aber ein Mindestvolumen bei den grauen Tonnen von 5 l je Person  festgelegt.
  2. Die grüne Tonne kann im Rahmen der Eigenkompostierung auch künftig abgemeldet werden.
  3. Um eine Kostendeckung bei Abmeldung der grünen Tonne zu gewährleisten, werden die Verwaltungskosten und weitere Systemkosten wesentlich  dem Restmüll  (graue Tonne) zugeordnet.
  4. Bei Beibehaltung der vorhandenen Tonnen – i.d.R. sind 80l Gefäße im Einsatz – fallen natürlich keine Tauschgebühren an. Die werden beim Wechsel der Gefäßgrößen fällig.
  5. Die Auslieferung der 40 und 60l-Tonnen wird sich im neuen Jahr um einige Monate verzögern, so dass nach der Bestellung dieser Größen,  die bisherigen Gefäße weiter genutzt werden können, aber bereits auf der Gebührengrundlage der bestellten Tonnengrößen. Die Tauschgebühren werden erst nach Auslieferung der Gefäße mit einem gesonderten Gebührenbescheid eingefordert.
  6. Hausgemeinschaften  haben die Möglichkeit,  gemeinsam die Müllgefäße nutzen, um Kosten einzusparen. Die Grundlage bezieht sich auf das jeweilige Grundstück.
  7. Als weiteres Angebot für die Bürger/Innen wird die Saisonbiotonne speziell für Gartenabfälle, eingeführt. Von Mai bis November werden 14 tägig insgesamt 15 Leerungen erfolgen. Es können dann viele Pkw-Transporte, z.B. zum Bauhof mit Kleinmengen von Gartenabfällen, Gehölzschnitte usw. vermieden werden.

 Werden die Müllmengen künftig durch das Volumenverfahren ansteigen?

Es  wird beim Volumenverfahren nach Tonnengröße abgerechnet.  Alle bislang beschrittenen Wege der Haushalte, wie Müllvermeidung, Eigenkompostierung u.a., kann jeder Bürger weiterhin uneingeschränkt praktizieren. Aber selbst wenn die  Abfallmengen künftig zunehmen, würde bei  20-25% iger Erhöhung,  durch den Wegfall der Zusatzkosten, noch das derzeitige Kostenniveau zu halten sein.

 

 

 

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