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Mennoniten Seniorenwohnheim

Mennoniten hoffen auf Genehmigung eines Seniorenwohnheimes

Warum unterstützt die CDU die Planung an diesem Standort?

Ist ihr etwa der Schutz der Landschaft nicht so wichtig???

Nach den Planungsunterlagen soll das Gebäude am Rande der vorhandenen Bebauung „Im Schmeltebruch“ errichtet werden, im sogenannten Außenbereich, der hier als „Allgemeines Landschaftsgebiet“  festgesetzt ist.

Man muss bei der Beurteilung des Sachverhaltes bezüglich der Standortfrage genau hinschauen und dabei wesentliche Fakten beachten:

  1. Dass die Mennoniten Gemeinde, die in diesem Umfeld ein gewisses Zentrum besitzt und hier deshalb gern für das Seniorenwohnheim diese Standortnähe favorisiert, ist verständlich. Bei der Beurteilung/Überprüfung der Standortfrage, kann diese Überlegung natürlich nicht allein ausschlaggebend sein bzw. rechtfertigt diesen Standort nicht zwangsläufig.
  2. Verbietet  der hier festgesetzte Landschaftsschutz  jegliche Planung? Welche (Natur)schutzmaßstäbe sind hier anzulegen?
  3. Im Rahmen der Landschaftsplanung – in Lippe sind bereits alle 13 Landschaftspläne rechtskräftig ( einige Pläne gehen über die Gemeindegrenzen hinaus ) – sind die Belange Natur- und Landschaftsschutz neu strukturiert ( etwa in den Jahren 2000-2005 ). Im Zuge dieser Pläne sind alle Kommunen außerhalb der festgesetzten Baugebiete und außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile, großflächig mit  „Allgemeinen Landschaftsschutzgebieten“, so auch die Planungsfläche der Mennoniten überplant. Mit der unteren Landschaftsbehörde gab es frühzeitig fachliche Übereinkunft, dass eine derartige umfassende Festsetzung, also „allgemeiner Landschaftsschutz“ notwendige Entwicklungen in der Kommune, nicht verhindern darf.  Soweit vorhandene Flächennutzungsplanungen bestanden bzw Optionen  für  Bebauungen und andere Planungen seitens der Gemeinden im Aufstellungsverfahren der Landschaftspläne  bereits bekannt waren, wurden diese Flächen als sogenannte weiße Flächen, für künftige Entwicklungen meistens einvernehmlich aus dem Landschaftsschutz, ausgeklammert.
  4. Entsprechend der natürlichen Gegebenheiten und weiterer naturschutzfachlicher Kriterien, wurden damals weitere Schutzgebiete mit höheren Schutzfunktionen festgesetzt – nach intensiven und heftigen Diskussionen, in politischen und privaten (Betroffene ) Bereichen.
  5. Gebiete mit dem höchsten Schutzstatus – weit oberhalb des „Allgemeinen Landschaftsschutzes“-  sind die „Naturschutzgebiete“: Heipkersee, Windwehetal und die Grüte, teilweise in Oerlinghausen.
  6. Als sogenannte Mittelinstanz sind dann etliche „Landschaftsschutzgebiete“ mit besonderen Festsetzungen ausgewiesen, die z.B. umfassende Gewässerstrukturen mit Grünland und Gehölzstrukturen erfassen und dementsprechend weitergehende Regelungen als die „Allgemeinen Landschaftsschutzgebiete“ enthalten.
  7. Kleine Bereiche erhielten den Schutzstatus „Naturdenkmal“ und „Geschützte Landschaftsbestandteile“.Zusammenfassende Betrachtung:Aufgrund der rechtskräftigen Landschaftsplanung und deren differenzierten Schutzfestsetzungen sind Spielräume gewollt bzw. vertretbar.Durch die Inanspruchnahme der Fläche „Im Schmeltebruch“ wird kein Naturschutzgebiet und auch kein Landschaftsschutzgebiet mit besonderer Festsetzung tangiert – wenn der Schutzstatus hier höher wertig bewertet worden wäre, stände hier ein anderes Schutzgebiet zur Debatte.

    Bei der Abwägung zu Gunsten  einer dortigen Baumassnahme,  wird immer zu berücksichtigen sein, dass diese Massnahme begrenzt sein wird. Es wird auch kein Fass  geöffnet für eine weitere Bebauung dort.  Durch entsprechende Kompensationsmassnahmen, kann umfassend Ausgleich für eine Baufläche, geschaffen werden. Übrigens mehr als der derzeitige, dort vorhandene Bolzplatz.

 

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